Straßenmeisterei Geislingen
Geislingen an der Steige
Neubau eines Betriebshofs
Die Bestandsgebäude der Straßenmeisterei wurden in zwei Bauabschnitten bei laufendem Betrieb rückgebaut und durch Neubauten ersetzt.
Die Gesamtanlage ist zur Minimierung der «grauen» Energie in Holzbauweise umgesetzt.
Aufbauend auf einer Prinzipschnittgeometrie reagieren Konstruktion, Hülle und Belichtung auf die variierenden Nutzungsanforderungen der Bauten für Fahrzeug- und Gerätewartung, Lagerung und des Büro- und Sozialbereichs.
Das Tragsystem ist optimiert hinsichtlich Belichtung der großen Gebäudetiefen, Anfahrschutz, Optimierung des Holzverbrauchs und einer Minimierung der Stahlbetonbauteile.
Die Bekleidungsmaterialien nehmen Bezug auf das Thema eines Gehöfts in der Landschaft.
Die Einfriedungsmauer bindet die Einzelbauten mit dem Hof zu einer Gesamtanlage zusammen.
Durch die Neuordnung des Areals wird das mittelalterliche Baudenkmal der Siechenkapelle taktvoll und behutsam in das neue Ensemble integriert und zugleich angemessen in Szene gesetzt.
Die neuen Außenanlagen machen den Übergang des Stadtgebietes in die Kulturlandschaft des Filstals wieder erlebbar.
Den Planungszielen des Bauherrn entsprechend wurden sämtliche baulichen Aspekte in Bezug auf einen möglichst energieeffizienten Betrieb optimiert.
Photovoltaik ermöglicht eine regenerative Energieversorgung mit sehr hohem Autarkiegrad.
Die Beheizung erfolgt über eine Wärmepumpe in Kombination mit einem oberirdisch angeordneten Eisspeicher, Solarkollektoren und Luftabsorbern.
Alle regenerativen Elemente sind sichtbar angeordnet und gestalterisch thematisiert.
Durch die Vordächer werden neben dem Wetterschutz für die Nutzer auch im Zusammenspiel mit den Lichtöffnungen Maßnahmen für passive Solargewinne bei sommerlichem Wärmeschutz umgesetzt.
Das gesamte Gebäude ist auf optimierte Tageslichtnutzung ausgelegt.
Über große unterirdische Zisternen findet Regenwasser Verwendung für die Fahrzeugreinigung, Bewässerung und Spülarbeiten der Straßenkanalisation.
Das Holz stammt überwiegend aus regionalen Quellen (Südschwarzwald).
Es wird kein chemischer Holzschutz verwendet, alle Bauteile sind durch die Geometrie ihrer Anordnung konstruktiv geschützt.
Bauherr: BMVI _ Verkehrsministerium BW _ OFD Karlsruhe _ SHBA Ulm
Tragwerksplanung: Furche Geiger Mayer, Wendlingen
pdf | Projektpläne 18 MB